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Die Arbeitszeitprofile definieren die Soll-Stunden eines Mitarbeiters, aus denen sich u.A. Überstunden und Zeitgutschriften für Urlaub, Krankheit und Feiertage errechnen. Somit gehören die Arbeitszeitprofile in askDANTE zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten. 


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Bedeutung der Arbeitszeitprofile

Ein Arbeitszeitprofil in askDANTE soll die arbeitsvertragliche Situation eines Mitarbeiters abbilden. Es enthält somit Angaben zu den vereinbarten Wochen- oder Monatsstunden und den üblichen Arbeitstagen. Hinzu kommen weitere Einstellungen zu Überstundenregelungen, Pausenabzug oder Stempelzeiten.

Kein Arbeitsplan

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Arbeitszeitprofil kein Einsatz- oder Arbeitsplan ist. Die Festlegungen im AZ-Profil dienen lediglich dazu, die Soll-Stunden eines Mitarbeiters zu definieren, die diese/r in einem Zeitraum leisten muss. Das bedeutet, dass die Person auch an anderen Tagen als seinen üblichen Arbeitstagen arbeiten kann und darf.

Berechnung der Soll-Stunden

Im Arbeitszeitprofil werden die vertraglich festgelegten Stunden eines Mitarbeiters für einen Zeitraum eingestellt, wie in diesem einfachen Beispiel eines Vollzeitangestellten im Büro:

40 Stunden pro Woche, übliche Arbeitstage Mo-Fr

Diese Arbeitszeit wird auf Tage heruntergebrochen, damit man die Soll-Arbeitszeit für einen ganzen Monat errechnen kann. Das genannte Beispiel ist gleichbedeutend mit:

Im März 2019 liegen insgesamt 21 Tage innerhalb der Woche Mo-Fr, somit ergibt sich eine Soll-Arbeitszeit von 21 x 8 h = 168 Soll-Stunden.

Berechnung der Überstunden

Der Mitarbeiter „sammelt“ somit an allen gearbeiteten Tagen seine Stunden. An manchen arbeitet er leicht im Plus, an anderen evtl. leicht im Minus. Am Ende des Monats (oder Woche / Leistungszeitraum) wird die Summe seiner gearbeiteten Stunden mit seinen Soll-Stunden abgeglichen und es ergeben sich die Über- oder Unterstunden, welche dann im Rahmen der Überstundenregeln verarbeitet werden.

Besonderheiten bei Arbeitsstunden pro Monat

Es können Arbeitsstunden pro Monat festgelegt werden (teilweise tariflich gefordert). Auch in diesem Fall müssen die regelmäßigen Arbeitstage festgelegt werden. Bitte beachten Sie dabei, dass auch hier die Stunden auf die Arbeitstage umgerechnet werden (Grund siehe unten) und dass die Monate unterschiedlich lang sind.

Verrechnung von Urlaub, Krankheit oder Feiertagen

Bislang ging es darum, wie viele Stunden ein Mitarbeiter laut Arbeitszeitprofil leisten „soll“. Im Fall von Urlaub, Krankheit, Feiertagen oder anderen Ausfällen muss der Mitarbeiter also Zeitgutschriften erhalten, die ihm auf seinem Zeitkonto gutgeschrieben werden. Wenn diese/r begründete nicht erbrachte Sollstunden hat, werden diese mit der Zeitgutschrift dokumentiert und keine Über- oder Unterstunden generiert.

Die Zeitgutschrift pro Abwesenheitstag ergibt sich dabei aus seinem Arbeitszeitprofil und die Umrechnung auf den einzelnen Arbeits- bzw. Wochentag.

Beispiel 1:

40 Stunden pro Woche, übliche Arbeitstage Mo-Fr
Jeder Tag Mo bis Fr ist mit 8 Stunden bewertet
Jeder Urlaubstag hat einen „Wert“ von 8 Stunden
Jeder Kranktag hat einen „Wert“ von 8 Stunden
Für Sa und So werden keine Urlaube benötigt, da der Mitarbeiter am Wochenende nicht arbeitet.
Wenn der 03. Oktober (Feiertage) auf einen Donnerstag fällt, bekommt der Mitarbeiter 8 Stunden Gutschrift, bei einem Samstag nicht

Beispiel 2:

Monatsarbeitszeit von 170 Stunden, zu erbringen Mo-Fr
Wie Beispiel 1, allerdings ist die Zeitgutschrift abhängig vom Monat (s.o.)


siehe auch:

Arbeitszeitprofile für Teilzeit

Arbeitszeitprofile mit flexiblen freien Tagen

Profile für Stundenkräfte und geringfügig Beschäftigte (Minijob)